Reinigungsprozesse mit Simulationssoftware optimieren

Simulationsergebnisse für die Reinigung eines Tanks mit einem Zielstrahlreiniger.
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In der Industrie sind komplexe Bauteile eher Standard als Ausnahme und stellen große Anforderungen an die Auslegung der Reinigungssysteme. Eine Simulation soll dabei künftig helfen. In der Lernfabrik Industrielle Reinigungstechnologien, die Ende 2019 am Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV in Dresden eröffnet wird, können Unternehmen zudem die Kombination verschiedener Reinigungstechnologien testen. Die Simulationssoftware wurde vom Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV Dresden gemeinsam mit der Advitec Informatik GmbH und dem Innovations- und Simulationsservice Festenberg im Projekt SIMKOR des Bundesministeriums für Bildung und Forschung BMBF entwickelt. Mit der Software liegen selbst bei komplexen Bauteilen in wenigen Minuten Ergebnisse zur ortsaufgelösten Reinigungsleistung vor. Statt sich alleine auf seine Erfahrung zu verlassen, lädt man die CAD-Daten des zu reinigenden Objekts in die Software, wählt Düsen aus und platziert sie. In einer Voroptimierung zeigt sich in Echtzeit, welche Stellen das Reinigungsmittel direkt erreicht und welche nicht. Sie liefert noch weitere Ergebnisse: Zum einen die orts- und zeitaufgelöste Verteilung der Menge des aufgetragenen Reinigungsmittels, zum anderen die Simulation der theoretischen Reinigungswirkung. Farbkodierungen zeigen an, wo die Reinigungswirkung höher beziehungsweise niedriger ist. So lassen sich Problemstellen unabhängig von der Art der Verschmutzung oder der Oberflächenbeschaffenheit realistisch einschätzen. Die erste Testversion ist bereits fertig; im Frühjahr 2019 werden die Partner die Simulationssoftware auf den Markt bringen.

Autor(en): Ke

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