Neues Laserverfahren zur Nanostrukturierung von Flugzeugaußenflächen

Das Verfahren ermöglicht das Strukturieren großer Flächen mit einem hohen Durchsatz.
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Ingenieure am Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS, an der Technischen Universität Dresden und bei Airbus haben im Rahmen des europäische Projekts Laser4Fun ein Laserverfahren entwickelt, das strukturierte Oberflächen auf Außenflächen von Flugzeugen mit hohem Durchsatz erzeugt und damit die Oberflächenkontamination erschwert. Hierfür machen sich die Forscher das sogenannte Interferenzmuster zu Nutze. Dabei bildet ein Lichtstrahl, der einen Doppelspalt passiert, ein periodisches Muster aus hellen und dunklen Linien. Wird das Interferenzmuster auf ein Titanblech fokussiert, schmilzt das hochenergetische Laserlicht und trägt das Material in den hellen Bereichen ab, während es das Material in den dunklen unbeeinflusst lässt. Durch die so entstehenden Nano- und Mikrostrukturen auf dem Metall finden Wassertropfen nicht genug Kontakt und rollen oder rutschen ab. Dieser superhydrophobe Effekt ist aus der Natur als Lotus-Effekt bekannt. Ingenieure von Airbus testen derzeit auf diese Weise nanostrukturierte Tragflächen auf einem Flugzeug in der Praxis.

(fb)

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