Mafac – Traditionell und zukunftsorientiert

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Vor über 50 Jahren entstand in Alpirsbach das Maschinenbauunternehmen Mafac. Gegründet wurde es von Ernst Schwarz zur Herstellung von Bandschleifmaschinen. Mitte der 80er Jahre legten die Söhne Joachim und Rainer Schwarz mit der ersten modularen Reinigungsmaschine den Grundstein für die kinematische wässrige Teilereinigung. Sie übernahmen 1993 die Geschäftsführung und machten Mafac zu einem weltweit führenden Technologiehersteller der Branche. Die Maschinen kommen in nahezu allen Branchen zum Einsatz, hauptsächlich in der Automobil- und Luftfahrtindustrie, im Maschinenbau, der Hydrauliktechnik, der Elektroindustrie und spanabhebenden Fertigung sowie in der Medizin- und Präzisionstechnik. Das bislang einzigartige Wirkprinzip der gegenläufigen Rotation von Korbaufnahme- und Spritzsystem, das allen Mafac-Maschinen zu Grunde liegt, erzielt eine hohe Reinigungsqualität. Im April 2022 fand erneut ein Generationswechsel statt: Von langer Hand geplant mündete er in das Management-Buy-Out durch die nachfolgenden Geschäftsführer Stefan Schaal und Armand Oostendorp. Schaal verantwortet die Bereiche Forschung und Entwicklung, Produktion, Personal und Finanzen. Oostendorp obliegt die Leitung der Bereiche Marketing, Vertrieb, Customer Support und Produktmanagement. Mit 14 und 21 Jahren sind beide schon lange Teil der Mafac-Familie und fühlen sich dem Unternehmen eng verbunden. "Wenn wir einfach nur viel Geld verdienen wollten, hätten wir das Unternehmen an einen Investor verkauft. Das wäre relativ schnell gegangen. Was aber auf lange Sicht dann mit der Firma geschehen würde, steht in den Sternen. Und genau das wollen wir nicht", erklärt Oostendorp. "Für uns stehen die Mitarbeiter im Fokus und nicht der Gewinn. Die Firma Mafac bleibt ein Familienbetrieb", ergänzt Schaal nachdrücklich. 

Unternehmensstrategie: Organisches Wachstum

Im Vergleich zu anderen Firmen, die teilweise ihre Maschinen nicht ausliefern können, weil ein Bauteil fehlt, ist Mafac hier noch sehr gut aufgestellt. Dies liegt zum einen an der hohen Standardisierung der Maschinen, die eine frühzeitige Materiallagerung erlaubt, und zum anderen an dem vorrausschauenden Handeln der Firma. Dies zeigt auch ihr 5-Jahresplan. Die neuen Geschäftsführer und Eigentümer knüpfen an die bisherige Geschäftsidee an und setzen auf organisches Wachstum des Unternehmens. Hierbei werden folgende Schwerpunkte gesetzt: Sicherung von Standort und Arbeitsplätzen, Maßnahmen zur Kostensenkung, Steigerung der Wertschöpfung, Ausbau und Diversifizierung des Mitarbeiter-Know-hows, Erweiterung der Produktionskapazitäten sowie Erhöhung der Fertigungstiefe. Zudem Weiterführung und Ausbau von Forschungsaktivitäten sowie das Thema nachhaltige Produktion.

Neue Märkte erschließen 

Aufgrund des allgemeinen Strukturwandels will sich Mafac gegenüber der Automobilindustrie unabhängiger aufstellen beziehungsweise auf andere Reinigungsaufgaben in diesem Bereich konzentrieren. "Im Bereich KFZ gewinnen Elektro- und Hybridfahrzeuge immer mehr an Bedeutung. Dies macht neue, qualitativ hochwertigere Verfahren in der Teilereinigung erforderlich, welche wir gleichzeitig für andere Branchen nutzen können. Allen voran der Bereich Medizintechnik", so Oostendorp. Hier hat Mafac bereits ein Team formiert und einen Produktmanager angestellt, der speziell für diese Branche zuständig ist. Zwar liefert Mafac schon Anlagen in die Medizintechnik, doch nun will der Vertrieb den Markt proaktiv angehen. 

Den kompletten Artikel lesen Sie in der kommenden September-Ausgabe der JOT (Erscheinungstermin: 30.8.22).

Autor(en): Nadine Winkelmann, stellv. Chefredakteurin JOT

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