ZVO: REACH gefährdet Arbeitsplätze in Deutschland

Laut ZVO ist die europäische Chemikalienpolitik insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen der deutschen Galvano- und Oberflächentechnik existenzgefährdend.
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Der Zentralverband Oberflächentechnik e.V. (ZVO) bezieht Stellung zu den Entwicklungen anhand der REACH-Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien. Die Verordnung und die damit verbundene Zulassungspraxis sei für eine ganze Reihe wichtiger Branchen existenzgefährdend – so auch für die Querschnittsbranche Galvano- und Oberflächentechnik. Für viele Betreiber entständen kaum tragbare Kosten. Zum Beispiel seien allein für den Antrag auf Zulassung von Chromtrioxid pro Anwendungsfall etwa 53.000 Euro an die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) zu entrichten. Der Zentralverband sieht durch die Entwicklungen Arbeitsplätze in Deutschland gefährdet. Aufgrund der Themenvielfalt und der begrenzten Ressourcen der Behörden komme es zum Teil zu massiven Verzögerungen bei der Erteilung von Zulassungen. Für die betroffenen Unternehmen stelle dies einen zusätzlichen Wettbewerbsnachteil dar, denn sie haben keine Planungssicherheit hinsichtlich Aufträgen, Produktion und Investitionen. Die Zulassungspraxis führe zur Produktionsverlagerung ins außereuropäische Ausland, da die dort ansässigen galvanischen Beschichtungsunternehmen nicht der REACH-Verordnung unterliegen.

Autor(en): fb

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