Wie digitale Warenverfolgung interne Prozesse optimiert

Das Schaubild zeigt vereinfacht, wo Schlüsselpositionen für Gates in einem Betrieb sein könnten.
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"Radio frequency identification", kurz RFID, ermöglicht mit Transpondern, Antennen und Lesegeräten den Standort von Objekten nachzuverfolgen. Im Einzelhandel ist das System beispielsweise eine gängige Methode zur Warensicherung. Doch bei Oberflächenveredlern verhinderten lange Zeit die großen Metallmengen den Einsatz von RFID. Das Metall stört die Funkverbindung zwischen Transponder und Antenne, was eine zuverlässige Übertragung des Signals verhindert. Auch Gitterboxen sind aus Metall und damit ein Störfaktor – aber gerade diese Behälter sollen nachverfolgbar werden. Die Lösung dafür ist einfach, aber effizient: Die Transponder dürfen nicht direkt an den Behältern angebracht werden. Eine Plastikmappe sorgt für den nötigen Abstand zwischen Metall und Transponder, sodass die Funkverbindung ungestört bleibt. Zusätzlich dient die Mappe als Ablage für relevante Informationen zum Auftrag. Um den Standort von Behältern nachzuverfolgen, müssen die Transponder ausgelesen werden. Dazu werden sogenannte "Gates" verwendet – Stationen mit je zwei Antennen an Übergangspunkten, die passiert werden müssen. Besonders wichtig ist deshalb, festzulegen, wo sich diese Punkte im Betrieb befinden. Beispielsweise können Ein- und Ausgänge von Hallen mit Antennen ausgestattet werden, aber auch Übergänge zum Lager. Je feiner die Abdeckung durch entsprechende Antennen, desto genauer ist die Standortbestimmung.

Anbindung an ein ERP-System

Die Antennen sind installiert, Behälter mit Transpondern ausgestattet. Passieren jetzt ein oder mehrere Transponder – beispielsweise auf einem Gabelstapler – ein Gate, lesen die Antennen die Daten aus und schicken sie an ein RFID-Lesegerät. Dieser Prozess läuft automatisch im Vorbeifahren ab. In den Transpondern können verschiedene Informationen hinterlegt sein, beispielsweise eine Auftragsnummer. Um diese Informationen Mitarbeitern zur Verfügung zu stellen, werden sie an das ERP-System des Betriebs weitergeleitet. Im ERP-System werden die Daten des Transponders an die Auftragsdaten gekoppelt. Fragt ein Kunde nach seiner Ware, können Mitarbeiter einfach die zugehörigen Auftragsdaten aufrufen. Dort ist der Standortverlauf der Behälter protokolliert, die zum Auftrag gehören. Innerhalb weniger Klicks wissen Mitarbeiter, wo sich die Ware befindet und können anhand dieser Informationen direkt eine Einschätzung zum Liefertermin an Kunden weitergeben.

Der komplette Beitrag ist in der Mai/Juni-Ausgabe von JOT erschienen.

Autor(en): Softec AG

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