Stückverzinkungsnorm DIN EN ISO 1461 moderat überarbeitet

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Die DIN EN ISO 1461 "Durch Feuerverzinken auf Stahl aufgebrachte Zinküberzüge (Stückverzinken) - Anforderungen und Prüfungen" wurde erstmals im Jahr 1999 veröffentlicht und hat sich seither bewährt. Die Überarbeitung der Norm wurde 2009 abgeschlossen. Nachfolgend ein Überblick über die wichtigsten Änderungen: Im Kapitel "Abnahmeprüfung und Probennahme" sind Art und Umfang eventueller Abnahmeprüfungen und damit verbundener Probennahmen festgelegt, die auf Wunsch des Kunden durchzuführen sind. Die Anzahl der Proben hängt dabei von der Anzahl der Teile einer Lieferung bzw. eines Auftrages ab. Ergänzungen wurden im Abschnitt "Eigenschaften des Überzuges" vorgenommen, um die Notwendigkeit einer Übereinkunft über die erreichbare Oberflächenqualität bei unterschiedlichen Stahlsorten, Materialstärken und dergleichen herauszustellen. Weiterhin wurden Ergänzungen bezüglich der Vereinbarkeit von Nachbehandlungsoptionen, wie Abschrecken und Passivierung, hinzugefügt.

Das Kapitel "Dicke des Zinküberzugs – Allgemeines" verweist den Leser jetzt auf die Norm DIN EN ISO 14713 – bezüglich Informationen über die Schutzdauer der Zinküberzüge. Zur Ermittlung der Schichtdicken müssen im Vornherein die Referenzflächen zur Schichtdickenmessung festgelegt werden. Die Vorgehensweise dafür wurde nun neu und vereinfacht mittels einer Tabelle dargestellt. Die Tabelle zeigt an, welche Referenzflächen in Abhängigkeit der Größe eines Werkstücks erforderlich sind. Die Anforderungen an die Mindestschichtdicken des Zinküberzuges wurden geringfügig verändert. Dabei wurden die entsprechenden Tabellen neu gefasst. Die vorgenommenen Änderungen ergaben sich dabei zum einen aus redaktioneller Sicht, zum Anderen wurden für zu schleudernde Bauteile die Mindestanforderungen mit der Norm für Verbindungsmittel DIN EN ISO 10684 harmonisiert.

Ausbesserung – In der Version 2009 wird neben den schon bestehenden Ausbesserungsverfahren die Verwendung von Zinkflake-Beschichtungen sowie Zinkpaste eingeräumt. Für die Applikation der Ausbesserung besteht durch die Neuausgabe nun die Anforderung einer Mindestschichtdicke von 100 µm, sofern dies nicht individuell anderweitig vereinbart wird. Bislang bestand die Anforderung zur Ausführung einer Schichtdicke von 30 µm mehr als die Mindestschichtdicke des örtlichen Überzugs. Der bisherige Anhang C der Norm, mit teilweise vielen hilfreichen Informationen, wurde im Zuge der Überarbeitung aus dieser Norm entnommen und in die neu erscheinende Norm DIN EN ISO 14713, Teil 2 verschoben, in der nun alle informativen Sachverhalte zum Feuerverzinken zusammengefasst sind.

Autor(en): ke

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