Spezialschmierstoffe für Elektromobile im Fokus

Messung der Geräuschklasse von Schmierfetten nach SKF Be-quiet-Standard im Technikum
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Der Markt für Elektrofahrzeuge gewinnt an Fahrt und wirft viele Fragestellungen auf. Nicht nur der Wegfall des Verbrennungsmotors, sondern auch verschiedene Geräuschdämpfungs-Maßnahmen wie die Reduktion von Wind- und Abrollgeräuschen sorgen für eine extrem geringe Geräuschkulisse. Das Ergebnis: störende Knarz- und Quietschgeräusche werden stärker als zuvor von den Insassen wahrgenommen. Auch die sogenannten Acoustic Vehicle Alert Systeme, Geräuscherzeuger in Elektromobilen, die in Europa bis Tempo 20 km/h Fußgänger im Straßenverkehr vor den herannahenden Fahrzeugen warnen sollen, werden Störgeräusche nur partiell überlagern. Die Stille bleibt somit eine wichtige konstruktive Rahmenbedingung. Nahezu 70 Prozent der Reklamationen in der Gewährleistung beziehen sich bereits jetzt zumindest teilweise auf Störgeräusche im Fahrzeuginnenraum. Durch Elektromobile wird das Problem nun weiter verschärft. Die Bedeutung von Spezialschmierstoffen nimmt zu, im After-Sales-Bereich bei der Geräuschbekämpfung wie auch als eigener Bestandteil der Konstruktion. Je nach Anforderungsprofil tragen sie als alterungsbeständige Lebensdauerschmierung zur geräuscharmen Funktionstüchtigkeit verschiedener Bauteile und Baugruppen bei. Durch gezielte Schwingungsdämpfung und Reibwertoptimierung ermöglichen sie langfristig reproduzierbare Abläufe in verschiedenen Komponenten und unterstützen Funktionalität, Akustik und Haptik. Heute gehören neben den eigentlichen Schmierstoffen, Pasten und Dispersionen längst auch Beschichtungen zu den wirksamen Schmierstoffsystemen. Für diesen Einsatzzweck kommen vermehrt Anti-Friction Coatings, auch Gleitlacke genannt, zum Einsatz und bergen als grifftrockene Schmierstofflösungen sehr großes Potenzial.

Autor(en): Uz

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