Rotamill setzt auf Expansion statt Pandemie-Panik

Geschäftsführer Frank-Martin Bub (rechts) und Spartenleiter Eberhard Krumm (links) bei der feierlichen Eröffnung des neuen Standortes.
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Der deutsche Mittelstand hat sich in der Vergangenheit bereits als sehr resistent gegen alle Arten von Krisen erwiesen. So ist die Rotamill GmbH nur eines der Beispiele für Unternehmen, die sich trotz der aktuellen Corona-Pandemie im Markt behaupten. Hier setzt man auf strategische Anpassung und Investitionen in die räumliche Erweiterung. Im Juli 2020 wurde der neue Rotamill-Standort im Nordrhein-Westfälischen Siegen feierlich eingeweiht. Nach einer strategischen Umstrukturierung wurden verschiedene Unternehmensbereiche am neuen Standort in Siegen zusammengeführt. In enger Zusammenarbeit mit dem "Kompetenzzentrum West" in Bochum werden hier verfahrenstechnische Anlagen konstruiert, geplant und gebaut. Rotamill ist nicht nur Planungsbüro, sondern auch Hersteller mit eigener Werkstatt, eigener Programmierung der Anlagen und in-house Elektro-Abteilung. "Im Rahmen unseres weiteren Wachstums ist der neue Standort ein wichtiger Schritt in die Zukunft. Hier können wir unseren Kunden noch besseren Service und umfangreiche Vorhaltung von Ersatz- und Verschleißteilen bieten", kommentierte Geschäftsführer Frank-Martin Bub die Umzugsvorbereitungen. Und auch der Spartenleiter Anlagenbau bei Rotamill, Eberhard Krumm, äußerte sich durchweg positiv zum Ortswechsel: "In den letzten Jahren hat sich Rotamill stark auf die beiden Geschäftsbereiche Abluftreinigung und Energierecycling fokussiert. Am neuen Standort können wir diese beiden Bereiche noch besser miteinander verknüpfen und Synergien nutzen."

Abluftreinigung zur Energierückgewinnung nutzen

Die Themen Abluftreinigung und Energierecycling durch Abwärmenutzung sind gerade im Kontext der Nachhaltigkeitsbemühungen der westlichen Industrieländer in den weltweiten Fokus gerückt. Es handelt sich daher um ein Tätigkeitsfeld, das auch in Zukunft großes Potenzial verspricht. Schon heute werden die meisten industriellen Prozesse auf ihre Möglichkeiten zur Energierückgewinnung hin geprüft, während immer strengere Richtlinien die Emissionsgrenzen in modernen Produktionsbetrieben vorgeben. Gute Möglichkeiten für derartige Modernisierungsmaßnahmen bieten sich daher beim Refurbishment bestehender Systeme, speziell aber auch beim Engineering neuer verfahrenstechnischer Anlagen. So konnte Rotamill kürzlich etwa für ein namhaftes Unternehmen aus dem Bereich Oberflächentechnik eine schlüsselfertige Anlage realisieren, die die Abwärme aus der Abluftreinigung zum Betrieb einer Absorptionskältemaschine mit 280 kW Kälteleistung nutzt. Dabei wird die mit Lösemitteln belastete Luft zunächst einer regenerativen, autothermen Nachverbrennung unterzogen, bevor die noch circa 180 °C heiße Reinluft per Bypass-Leitung das Wasser im Wärmetauscher der Kältemaschine erhitzt. Auf diese Weise lässt sich über den gesamten Prozess eine außergewöhnlich hohe Energieeffizienz erwirtschaften.

Autor(en): Wi

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