Rehau mit komplett neuer Lackiererei für Automobil-Anbauteile

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100 Mio. Euro investierte die Automotive-Sparte der Rehau AG + Co. in die Erweiterung des Standortes Brake. In der eineinhalb jährigen Bauphase wurde unter anderem eine neue Lackieranlage samt Gebäude errichtet. Die Erweiterung erstreckt sich auf rund 24.000 Quadratmeter zusätzliche Fläche. Rein theoretisch ließen sich mit der neuen Lackiertechnik jährlich etwa zwei Mio. Quadratmeter Fläche lackieren. Lackiert werden in Brake hauptsächlich Stoßfänger, Dachspoiler und Außenanbauteile für Daimler. "Mit der Investition leisten wir einen entscheidenden Beitrag zum Erhalt und zum Ausbau unserer Position als namhafter Automobilzulieferer mit erstklassiger Lackierkompetenz", so Markus Grundmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung Automotive. In die Konzeption und Auslegung der Lackieranlage hat Rehau viel eigenes Know-how einfließen lassen. "In punkto Arbeitsplätze, Leistung, Energieeinsatz, Nachhaltigkeit und Intelligenz – womit vor allem die Industrie 4.0-Meilensteine in der Digitalisierung gemeint sind – liegen wir ganz vorne", bestätigt Technischer Leiter Helmut Ansorge von der Geschäftsleitung Automotive. Die neue Lackieranlage punktet gegenüber der alten Anlage mit weniger Farb- und Spülmittelverlusten bei Farbwechseln, dem Einsatz weniger Chemie durch die Trockenabscheidung sowie geringeren Abfallmengen und somit einer weit verbesserten Energiebilanz. Dank einer ausgeklügelten Filtertechnik kommt die Anlage ohne zusätzliches Wasser und sonstige Zusatzstoffe aus. Weitere Verbesserung sind die optimale Gasausnutzung bei der Beflammung der Teile, ein deutlicher Fokus auf stärkere Digitalisierung der Arbeitsprozesse und die Nutzung von Big Data, um den Lackierprozess kontinuierlich zu optimieren.

 
Bild: Nahmen die neue Lackieranlage gemeinsam in Betrieb (von links): Volker Langenberg, Werkleiter Brake, Helmut Ansorge, Mitglied Geschäftsleitung Automotive, El Mostafa Slimani, zukünftiger Nachfolger Werkleitung Brake, Dr. Veit Wagner, Rehau Vizepräsident, Klaus Gritsch, Daimler AG, Björn Thümler, CDU-Landtagsabgeordneter Niedersachsen. 

Autor(en): Ke

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