REACH, Arbeitsschutz und der künftige Umgang mit Chrom VI

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Chromtrioxid ist nach wie vor für einige Anwendungen unverzichtbar, weil adäquate Alternativen noch nicht vorhanden oder für den industriellen Einsatz nicht geeignet sind. Ein Ziel von VECCO, dem Verein zur Wahrung von Einsatz und Nutzung von Chromtrioxid und anderen Chemikalien in der Oberflächentechnik, ist es, das Bewusstsein in den Betrieben zu schärfen und die zuständigen Mitarbeiter dort in der besseren Handhabung von Chromtrioxid zu qualifizieren. Auf der IHK-Veranstaltung am 5. Februar diskutierten in Düsseldorf rund 90 Teilnehmer ausführlich die Themen REACH, Arbeitsschutz und der künftige Umgang mit Chrom VI.
Am Ende besteht Einigkeit darüber, dass vor allem Rechtssicherheit geschaffen werden muss. Gleichzeitig erklären die Podiumsteilnehmer, es müsse gewährleistet sein, dass die Betriebe die Bedingungen umsetzen können – sowohl hinsichtlich der Risikomanagementmaßnahmen als auch hinsichtlich möglicher Substitutionen. Die Expertenrunde stimmt darin überein, dass es weiterhin wesentlich sei, Sicherheit in der Einstufung von Chemikalien zur Entwicklung von Substitutionen zu erhalten. Es muss transparent sein, welche Alternativen im Markt verfügbar sind und mit welchen Unsicherheiten deren Verwendung verbunden ist. Nur so kann den betroffenen Firmen und den Behörden die Möglichkeit gegeben werden, die Weiterverwendung von Chrom VI und die damit verbundene Zulassung mit den eigenen Investitionen zu bewerten.
Gleichzeitig müssen und werden aktualisierte wissenschaftliche Erkenntnisse zu Risiken für Umwelt‐ und Gesundheit immer berücksichtigt. Auch muss laut den Spezialisten der globale Aspekt beachtet werden, der zum einen durch die Möglichkeit einer Verlagerung von Wirtschaftskapazitäten und zum anderen durch die weltweiten Initiativen zur Verminderung der Verwendung von Gefahrstoffen gegeben ist. REACH wird zunehmend global diskutiert, allerdings in verschiedenen Ländern teilweise unterschiedlich eingeführt. Zudem muss REACH verstärkt im Kontext mit anderen Herausforderungen diskutiert werden – Umweltaspekte, Arbeitsschutz, Ressourcensicherheit und soziale Entwicklungen sind dabei nur einige Gesichtspunkte, die es zu berücksichtigen gilt.

Ein ausführlicher Nachbericht erscheint in der Mai/Juni-Ausgabe von JOT am 29.05.2020.

Autor(en): wi

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