Powder-in-Mold-Coating – wirtschaftlich und nachhaltig

Faserverstärkte Kunststoffe können mit einer im PIMC-Prozess hergestellten Oberfläche veredelt werden.
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Faserverbundwerkstoffe (FVK) sind das Material der Zukunft und kommen in einem breiten Spektrum an Hochleistungsanwendungen zum Einsatz. Um qualitativ hochwertige FVK-Oberflächen herzustellen, wird Powder-in-Mold-Coating (PIMC) angewendet. Der Pulverlackhersteller Tiger nutzt PIMC seit den frühen 2000er-Jahren und hat diese Technologie permanent weiterentwickelt. Heute stehen sowohl Primer, als auch Base- und Top-Coats in allen Farben des RAL-Spektrums für die hochwertige Oberflächenveredelung von Faserverbundwerkstoffen zur Verfügung. Beim Powder-in-Mould-Coating wird hochreaktiver Pulverlack auf ein vorgeheiztes Presswerkzeug aufgetragen, wo er sofort zu gelieren beginnt. Darauf kommt das faserverstärkte Kunststoffmaterial, das nach dem Pressen als fertig beschichtetes Bauteil entformt werden kann. Dieser einstufige Prozess ist kompatibel mit allen gängigen Trennmitteln und ermöglicht widerstandsfähige Oberflächen in Class-A-Qualität. So genanntes Telegraphing (Faserabzeichnungen), das durch den Einfluss von Temperatur oder Feuchteschwankungen auf konventionell beschichteten Faserverbundkunstoffen entstehen kann, wird durch das PIMC-Verfahren von Tiger effektiv verhindert. Die Powder-in-Mould-Beschichtung lässt sich mit allen gängigen Technologien zur Herstellung von faserverstärkten Kunststoffen, mit sämtlichen thermo- und duroplastischen FVK-Matrixmaterialien sowie allen Faserarten und Geometrien kombinieren. Selbst Verbundwerkstoffe mit Komponenten aus nachhaltigen Rohstoffen – so genannte "Bio Composites" – sind mit dem Verfahren kompatibel.

Wegfall von Trocknungsphasen sowie Schleif- und Spachtelarbeiten

Ein weiterer entscheidender Vorteil der Powder-in-Mould-Technologie liegt im Wegfall von zeit-, energie- und kostenintensiven Trocknungsphasen sowie aufwändigen Schleif- und Spachtelarbeiten, die oftmals outgesourct werden. Bauteile, die im PIMC-Verfahren hergestellt werden, überzeugen – trotz hoher Schichtdicke von bis zu 400 μm – durch ihr geringes Gewicht, was zusätzlichen Nutzen verspricht: Mit dem Einsatz leichter Teile kann die Automobilindustrie den Treibstoffverbrauch und damit auch den CO2-Ausstoß verringern. Züge, die mit Leichtbauteilen konstruiert sind, verursachen eine geringere Streckenabnutzung. Der Verzicht auf flüchtige organische Verbindungen (VOCs) sowie die Wiederverwendung des Oversprays machen Powder-in-Mould-Coating außerdem zur "Grünen Alternative" für die herkömmliche Beschichtung von Faserverstärkten Kunststoffen.

Der komplette Beitrag ist in der April-Ausgabe von JOT erschienen.

Autor(en): Tiger Coatings

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