Mit größerer Beaufschlagung zu mehr Effizienz

Die neue Vektorkinematik ermöglicht eine vielfältige Beaufschlagung der Bauteileoberflächen aus verschiedenen Winkeln.
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Wie in allen Produktionsbereichen, dreht sich auch in der Bauteilreinigung das Rad immer schneller und aktuelle Trends lassen die Anforderungen rapide ansteigen. Neben Fragen zur Digitalisierung müssen Hersteller Themen der Ressourcenschonung und Flexibilität bei steigenden Ansprüchen an die Produktivität und Produktqualität bewältigen. Die Teilereinigung benötigt demnach Technologien, die den herstellenden Betrieben nicht nur Flexibilität und Sicherheit, sondern auch spürbar mehr Effizienz gewährleisten. Hierfür hat Mafac ein neues Verfahren entwickelt, das für eine größere Beaufschlagung mit variierenden Winkeln sorgt.
Indem gezielt die Beaufschlagungswerte verbessert werden, setzt das Unternehmen an einer Stellschraube mit viel Optimierungspotenzial an. Nach dem heutigen Stand richten sich Prozessdauer und Ressourceneinsatz der industriellen Reinigung noch immer nach den schlecht erreichbaren Bauteilflächen. Temperatur, Zeit, Chemie und Mechanik werden so lange eingesetzt, bis die schwer erreichbaren Bereiche den Reinigungs­anforderungen entsprechen, obwohl die besser erreichten Primärflächen bereits die erforderliche Sauberkeit vorweisen. Vor allem Verfahren mit starren Düsensystemen spritzen unter einem bestimmten Winkel ins Zentrum des Werkstückträgers, so dass sich Schattenzonen nicht vermeiden lassen und manche Bauteilregionen vom Spritzstrahl unzureichend getroffen werden. Dies geht zu Lasten der Wirtschaftlichkeit. Wird hingegen die Beaufschlagung optimiert, verbessert sich die Reini­gungswirkung und die Diskrepanz zwischen Primär- und Sekundärflächen verringert sich.

Vektorkinematik für mehr Wirksamkeit

Der neuen Vektorkinematik gelingt es bei der Spritzreinigung sowie über mehr Bewegung, verbunden mit starken Turbulenzen, während der Flutreinigung und Trocknung eine größere und gleichmäßigere Beauf­schlagung der Bauteile zu erzielen. Das neue System setzt auf der bisherigen Mafac-Verfahrenstechnologie mit gegen- oder gleichläufiger Rotation von Korbaufnahme- und Spritzsystem auf und führt das zugrunde­liegende, kinematische Prinzip der bewegten Reinigung um ein Vielfaches weiter. Die entscheidende Neuerung ist die zusätzliche Wippbewegung des Düsenrohrs um die eigene Achse. Dies erfolgt nach beiden Seiten um jeweils 35 °. Synchron zur Schwenkbe­wegung der Düsen rotiert das Korbaufnahme­system. Dies ergibt ein optimal abgestimmtes Zusammenspiel von Düsenrohr- und Korbbewegung, wobei Gleich- und Gegenlauf möglich sind. Als Folge davon werden Werkstücke gleichmäßiger beaufschlagt und schwer erreichbare Bauteilzonen wie Sacklochbohrungen oder Hinterschneidungen noch besser erreicht. Voruntersuchungen ergaben eine bis zu drei Mal höhere Beaufschlagung der Bauteiloberflächen, je nach Teilegeometrie und Verschmutzung als bei Systemen mit starrem, in die Behandlungskammer eingebautem Düsen­arm.

Das neue Verfahren stellt Mafac auf der Parts2clean vom 22. – 24. Oktober in Stuttgart vor. Halle 9, Stand D14

Autor(en): Wi

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