Heißreinigung vor dem Beschichten

Bei der Heißreinigung verkürzt sich der Reinigungsprozess von drei auf höchstens anderthalb Prozessschritte.
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Die wichtigsten Prozessschritte beim Vorbereiten von Oberflächen für das anschließende Lackieren oder Pulverbeschichten sind das Entfetten, das Phosphatieren und das Trocknen. Hier ist oftmals ein hohes Qualitätsniveau gefordert, damit bei der nachfolgenden Beschichtung ein perfektes Ergebnis erreicht werden kann. Bei Unternehmen, die diverse kleinere Chargen bearbeiten, und deren Teile aufgrund ihrer Geometrie nicht in vorhandene Waschanlagen passen, lohnt sich eine Automatisierung nicht. Der Prozess ist weitgehend standardisiert, aber letztlich kosten- und zeitintensive Handarbeit. Oft gibt es hierfür gesonderte Waschräume, die mit Hochdruckreinigern, Abläufen und entsprechenden Auffangbecken für Wasser und Chemie ausgestattet sind. Da Hochdruckreiniger per se nicht entfetten, erfolgt dies ausschließlich auf Basis der eingesetzten Chemie. Angesichts des hohen Wasserdurchsatzes der Hochdruckreiniger gehen damit ein enormer Wasserverbrauch und – selbst bei starker Verdünnung – auch ein erheblicher Verbrauch an chemischen Reinigern einher, mit entsprechenden Kosten für Beschaffung und Entsorgung.

70 bis 90 Prozent weniger Kosten

Mit der Heißreinigung von ph-cleantec sind im Gegensatz dazu erhebliche Zeit- und Kostenersparnisse möglich. Das Vorbehandlungsverfahren arbeitet je nach Gerät mit hohen Temperaturen von bis zu 95 °C und niedrigem Druck von bis zu 7,5 oder bis zu 14 bar. Somit können auch Kleinteile problemlos vorbehandelt werden. Die Reinigungswirkung wird im Wesentlichen über die hohe Temperatur erreicht, mit der Fette und Öle besonders effizient abgereinigt werden können. Durch den niedrigeren Druck reduzieren sich die Kosten für Wasser, Reiniger und Entsorgung um 70 bis 90 Prozent. Zudem kann in vielen Fällen die Phosphatierung völlig entfallen und das Trocknen auf ein Minimum reduziert werden. Grund hierfür ist die hohe Temperatur in Kombination mit dem zugegebenen salzfreien und mild-alkalischen Reiniger.

Temporärer Korrosionsschutz möglich

Die Vorbehandlungsmethode funktioniert mit allen Metallen, zum Beispiel Stahl, Edelstahl und Aluminium – geschliffen und ungeschliffen. Bei Werkstoffen, bei denen durch die wässrige Reinigung Korrosionsgefahr besteht, kann ein Reinigungsmittel mit temporärem Korrosionsschutz in minimaler Dosierung zugegeben werden. Auch in diesem Falle können die Werkteile direkt lackiert beziehungsweise beschichtet werden. Es bleiben keine Rückstände zurück. Auch bei anspruchsvollen Beschichtungen bis hin zum Hochglanz-Schwarz werden perfekte Ergebnisse erzielt.

Autor(en): Dr. Jesco von Kistowski, pH-cleantec

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