Forschungsprojekt – Rostfreie Brücken durch Eisstrahlen

Eine mögliche Anwendung für das neue Eisstrahlverfahren ist die Reinigung von Hochspannungsmasten.
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Rostige Brücken und verdreckte Hochspannungsmasten zu reinigen, ist derzeit noch problematisch: Die üblichen Verfahren belasten Arbeiter und Umwelt etwa mit verunreinigtem Feinstaub. In einem Projekt des Unternehmens Jenpneumatik & Schlauchtechnik GmbH (Jena) soll nun das Reinigen von Metallkonstruktionen, die Wind und Wetter ausgesetzt sind, mittels Eisstrahlen untersucht werden. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Projekt fachlich und finanziell mit 450.000 Euro. Kooperationspartner sind das Unternehmen RS Korrosionsschutz (Bucha) und die Friedrich-Schiller-Universität Jena. Derzeit gibt es verschiedene gängige Verfahren zum Reinigen von Metallkonstruktionen. Häufig genutzt werden das Sandstrahlverfahren und das Trockeneisverfahren. Beim Sandstrahlverfahren entstehen größere Mengen Feinstaub und Abfall. Deswegen ist das Verfahren in vielen Arbeitsbereichen verboten. Eine umweltfreundlichere, aber weniger leistungsfähige gängige Methode ist das Trockeneisstrahlen.

Reinigung mittels Eisstrahlen

Beim Reinigen mittels Eisstrahlen, das mit dem Trockeneisverfahren nichts zu tun hat, sollen die unterschiedlichen Vorteile des Sandstrahl- und des Trockeneisverfahrens verbunden und deren Nachteile verringert werden. Das Eis schmilzt beim Aufschlag und bindet den Staub. Das abgetragene Material kann so sachgerecht entsorgt, oder wiederverwertet werden und die Arbeitsplatzbelastung wird verringert. Stickstoff, der als Treibgas verwendet wird, entweicht in die Atmosphäre, wo er ohnehin mit 80 Prozent Hauptbestandteil der Luft ist.

Zu Beginn des Projekts werden Laboruntersuchungen durchgeführt, um die Technologie bis zu einem funktionsfähigen stationären Prototyp weiterzuentwickeln. Später soll auch ein Prototyp für den mobilen Einsatz auf Baustellen gebaut werden. Insgesamt sollen die Prototypen günstiger und die Methode umweltschonender und gesünder als derzeit verfügbare Verfahren sein. Im Forschungsprojekt sollen die Grundlagen für die spätere Produktentwicklung zur Serienreife gelegt werden.

Autor(en): Ke

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