Datenbasierte Leistungsvergleiche steigern Wirtschaftlichkeit

Das Fingerprint-Verfahren ermöglicht eine genaue Charakterisierung von Polierverfahren.
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Prozessingenieure arbeiten kontinuierlich daran ihre Polierverfahren möglichst wirtschaftlich zu gestalten. Hierbei bedienen sie sich oft zeitaufwendigen, werksinternen Versuchen. Verschiedene Polierpasten und Verfahrensparameter werden auf teuren Originalteilen auf Roboteranlagen gefahren. Maßnahmen zur Verbesserung des Prozesses können häufig nur aus Versuch und Irrtum abgeleitet werden und sind in der Regel suboptimal. Meist bleibt eine Unsicherheit, ob gewählte Verfahren oder Polieremulsionen tatsächlich die wirtschaftlichsten sind. Oft wird die Wahl der Polierwerkzeuge, -ringe und -pasten durch reine Preisvergleiche getrieben. Der eigentliche Hebel zur Kosteneinsparung liegt jedoch im Verfahren selbst. Aufgrund fehlender Messtechnik, Ressourcen und Know-how gestaltet es sich aber schwierig, Verfahren und Polieremulsionen miteinander zu vergleichen. Eine Möglichkeit für genaue und objektive Leistungsvergleiche bietet jetzt das sogenannte Fingerprint-Verfahren von Menzerna. Die mithilfe moderner Messtechnik generierten Daten geben beispielsweise Auskunft über Abtragsleistung, Oberflächenqualität, Zykluszeiten, Anpressdrücke, Scheibenverschleiß oder Werkstücktemperatur. Auf dessen Grundlage lassen sich Anlagenparameter, Polierwerkzeuge, Polierpasten, Pastenmenge oder die Polierzeiten optimieren.

 

 

Optimierung anhand valider Daten

Mit dem Verfahren lassen sich umfangreiche Versuche mit kostengünstigen Musterteilen durchführen. Die standardisiert geschliffenen Musterplatten können in großer Stückzahl aus dem Originalwerkstoff hergestellt werden. Auf den planen Teilen kann die Oberfläche viel schneller und kostengünstiger bearbeitet und gemessen werden als auf teuren Originalwerkstücken mit komplexen Geometrien. Die Verfahrensparameter lassen sich beim Polieren beliebig variieren und mit dem Versuchsaufbau schnell, exakt sowie reproduzierbar analysieren. Mit den erhobenen Daten können Polierverfahren signifikant verbessert werden. Produktivitätssteigerungen von über 20 Prozent sind möglich. Die mit dem Verfahren ermittelten Daten erlauben erstmalig die genaue Beschreibung und visuelle Darstellung von Polierverfahren bezüglich Abtrag und Oberflächenqualität.

Autor(en): Menzerna Polishing Compounds

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