Funktionalisierte Oberflächen – Projekt Movero abgeschlossen

Oberflächen sind verschieden beschaffen und haben deshalb unterschiedliche Eigenschaften. Wie man sie gezielt verändern kann, darum ging es im Projekt Movero.
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Funktionalisierung bedeutet in der Oberflächentechnik, Oberflächeneigenschaften gezielt zu verändern. Die Forschung, wie und mit welchen Technologien sich Oberflächen verändern lassen, läuft weltweit auf Hochtouren. Auch an der FH Münster: Dort ist jetzt das deutsch-niederländische Interreg-geförderte Projekt Movero zu Ende gegangen. Movero steht für die "Nutzung und Weiterentwicklung von modernen Verfahren der Oberflächenstrukturierung für interdisziplinäre Anwendungen in der regionalen Industrie". Über mehr als drei Jahre hinweg haben zehn Unternehmen aus verschiedensten Branchen sowie Forscher der FH Münster und der Universiteit Twente Ideen zur Oberflächenbearbeitung und vor allem zur Funktionalisierung zusammengetragen, durchdacht, ausprobiert, weiterentwickelt. Es wurde daran geforscht, wie Oberflächen mit verschiedenen Technologien, vor allem mit Lasern und Prägeverfahren, bearbeiten werden können, damit sie bestimmte Eigenschaften haben, zum Beispiel, dass Folien Licht führen können, dass sie schmutzabweisend und wasserabweisend sind, dass Implantate Bakterien abwehren oder anziehen. Dabei entstanden sind unter anderem Reflektorfolien: Sie können einfach auf die Solarmodule auf dem Dach geklebt werden und steigern so die Effizienz der Anlage, weil die Lichtausbeute erhöht wird. Weitere Arbeitsschwerpunkte waren optische Mikrostrukturen, Soft-Touch-Strukturen, antibakterielle Oberflächenstrukturen, strukturierte Metalloberflächen zur Generierung biomedizinischer Effekte und strukturierte Polymeroberflächen mit Selbstreinigungsfunktion.

Autor(en): Ke

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